Rechnet sich die Neue Welt des Arbeitens?

Rechnet sich die Neue Welt des Arbeitens?

erstellt von Martina+Klenkhart am 26. Mai 2015 13:23

Oder die allgegenwärtige Frage nach dem Return on Investment (ROI)

Obwohl ich immer schon ein leidenschaftlicher Verfechter dieser neuen Form der Zusammenarbeit war, gewinnt das Thema flexible Arbeitsformen jetzt in meinem neuen Lebensabschnitt besonders an Bedeutung für mich. Letztens habe ich über geringfügige Beschäftigung während der Karenz mit einer Freundin diskutiert. Die Vorteile liegen auf der Hand: am Ball und verbunden bleiben, sich verwirklichen, Zuverdienst etc. Sie war nicht besonders begeistert, da in ihrem Unternehmen Anwesenheitspflicht besteht und sie dann erst recht wieder das Kinderbetreuungsproblem hat. Während ich meine vereinbarten Aufgaben von zuhause aus zu den mir passenden Zeiten erledigen kann, wird sie diese Möglichkeit für sich nicht in Anspruch nehmen können.

Was also brauchen wir für die Neue Welt des Arbeitens? Flexible Arbeitszeitmodelle, Leistungsbeurteilungsmodelle, virtuelle Teamarbeit und moderne Kommunikationsformen, die mobiles Arbeiten und Netzwerk-Strukturen ermöglichen.

Im Rahmen unserer Office Touren geben meine Kolleginnen Einblicke, wie Microsoft dies für seine MitarbeiterInnen aufgesetzt hat und beantworten Eure Fragen dazu. Gerne möchte ich Euch dazu einladen. Anmeldemöglichkeit und Termine findet ihr hier. Die Herbsttermine werden dann im August veröffentlicht.

Aufgrund der Attraktivität dieses Modells auf bestehende und potenzielle MitarbeiterInnen ist das Thema in der HR-Branche bereits viel diskutiert. Doch auch immer mehr Finanzleiter beschäftigen sich mit der Neuen Welt des Arbeitens. Im nachfolgenden Video erhaltet ihr einen Einblick in die Neue Welt des Arbeitens bei Wienerberger AG und hört den CFO Willy van Riet dazu:

https://www.youtube.com/watch?v=nfquPnUEFik

Ich empfehle, bei der Bewertung des ROI drei Aspekte genau anzuschauen. Nachfolgend möchte ein paar Beispiele geben, wie wir dies bei Microsoft gemacht haben:

1. Verbesserung des Geschäftsergebnisses durch Produktivitätsverbesserungen und verkürzte Verkaufszyklen.

Dabei haben wir vor allem darauf geachtet, wie viele Minuten/Stunden pro Tag pro Mitarbeiter eingespart werden Können x Werktage/Jahr x Kosten/Stunde. Wir kamen hier auf  28 Minuten/Tag/Mitarbeiter.

Als Nächstes haben wir uns die eingesparten Reisen vorgenommen. Für den Konzern bedeutet das Modell ca. 45.600 eingesparte Reisen für den Konzern (10% weniger Reisen/Mitarbeiter) x durchschnittliche Anzahl der Stunden/Reise x Kosten/Stunde.

Schwer zu beurteilen ist bei diesen Betrachtungen, wie viel % der Zeit für andere Aufgaben tatsächlich reinvestiert wird. Wir haben uns in dem Zusammenhang nur angesehen, wie viel mehr Angebote durch die Vertriebsteams gelegt werden.

2. Kosteneinsparungen – das war jener Block, der am einfachsten zu quantifizieren war.

Einsparung Reisekosten: Anzahl gesparter Reisen x Durchschnittskosten/Reise

Einsparung Audio Conferencing/Telefonkosten: Kosten/Minute x Anzahl konsumierter Minuten. Hier konnten wir rund 50% einsparen.

Einsparung IT Infrastruktur und Administration: Einsparung pro Arbeitsplatzwechsel betrug 22 USD x Arbeitplatzwechsel/Jahr

Einsparung Immobilie/Gebäudeverwaltung: M² Kosten x Einsparung Bürofläche

3. Umweltverträglichkeit

In diesem Block beleuchteten wir den Aspekt Reduktion der CO2 Emissionen durch Reduktion der Flugmeilen und Einsparung der KM/Firmenwagen. Wir kamen hier auf rund 17 Tonnen weniger CO2 Ausstoß.

Ich hoffe, Euch damit ein paar Anregungen geben zu können, für die Bewertung des Business Cases für Euer Unternehmen!

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