Social Enterprise schafft Nähe. Die AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA setzt auf Yammer.

Social Enterprise schafft Nähe. Die AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA setzt auf Yammer.

erstellt von Marina+Egger am 1. Juni 2015 16:49

Als Internationalisierungsagentur der österreichischen Wirtschaft begleitet die AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA österreichische Unternehmen auf der ganzen Welt. Weil Wirtschaftsbeziehungen heute nicht mehr bilateral entwickelt werden, sondern Effekte komplexer Vernetzungen sind, wird auch die Kommunikation der AußenwirtschaftsCenter untereinander immer wichtiger. Yammer macht die Entscheidungsfindung transparenter und lässt alle Beteiligten in diesen Prozessen näher zuammenrücken.

In einer verteilten Organisation wie der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA, die in 115 Niederlassungen weltweit „mit sogenannten Markt-Guides tätig ist, bedeutet ein transparenter Informationsaustausch die Basis für ein marktnahes Service und ist auch verantwortlich für den gefühlten Zusammenhalt aller Beteiligten“, betont Walter Koren, Leitung AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA: „Besonders Großprojekte im globalen Rahmen sind ohne komplexe Netzwerke heute nicht mehr zu denken.“

Vernetzungen, von denen auch die Entscheidungsprozesse betroffen sind. David Bachmann, Leiter Marketing, AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA, erinnert sich daran, wie schwierig es ist, solche Entscheidungsprozesse über Tools wie E-Mail abzuwickeln – „einfach, weil kaum jemand „Reply-to-All“ drückt, wenn ein Mail an ein paar hundert Kollegen und Kolleginnen rausgeht. Heute ist es dagegen möglich, Entscheidungen, noch bevor sie gefallen sind, mit Ideen, Kommentare, Anregungen anderer anzureichern. Damit können wir nicht nur Fehlentwicklungen frühzeitig erkennen und korrigieren, es entsteht auch eine neue Form der Wertschätzung, wenn einzelne wichtige und mitunter auch kritische Stimmen in der Organisation aufgenommen werden und in den Entscheidungsprozess einfließen. Das ist ja das Schöne an dem Ganzen.”

Eine Umsetzung mit Fingerspitzengefühl

Es versteht sich von selbst, dass solche neuen Prozesse des Feedback, in denen mitunter auch gut etablierte Hierarchien aufgeweicht werden, die Unternehmenskultur berühren und verändern. Da geht es um vielmehr, als ein Tool zu implementieren.

„Da geht es darum, neue Kommunikations- und Interaktionsweisen, mit viel Fingerspitzengefühl anzubieten und den Leuten schmackhaft zu machen“, wie Stefano La Croce, Umsetzungsverantwortlicher bei der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA betont: „Wir haben uns das zunächst einmal ein Jahr angeschaut, ohne große Regeln, um zu sehen, wie die Leute damit umgehen. Nach diesem Soft-Launch haben wir uns Anfang 2015 entschieden, Yammer offiziell und mit Nachdruck von ganz oben als die Plattform unserer Wahl vorzustellen. Auch, weil es uns wichtig war zu sagen, dass Yammer nicht nur den Wirtschaftsdelegierten und Führungskräften vorbehalten ist, sondern uns dabei helfen soll, dass wir vom Lehrling bis zum Chef näher zusammenrücken.“

Patrick Sagmeister, Wirtschaftsdelegierter, AußenwirtschaftsCenter Bratislava, ergänzt, „dass es gerade die Mischung aus Persönlichem und Privaten ist,“ die den Wirtschaftsdelegierten hilft, kulturelle Hürden, die im E-Mail-Verkehr manchmal zementiert wurden, mitunter in wenigen Augenblicken vergessen zu lassen: „Oft ist ein Scherz zwischen Kollegen, mit denen man nur selten in Kontakt ist, über den man ins Gespräch kommt und sich dann auch bei fachlichen Dingen leichter tut.“ Daneben sorgen heute sogenannte Kompetenzlandkarten dafür, dass zum Beispiel ein deutscher Kollege, der in Brasilien jemanden mit Automobilerfahrung sucht, mit Yammer auf Knopfdruck Kompetenzen weltweit filtern kann, was früher über umständliche Telefonate herausgefunden werden musste. An diesem Projekt arbeitet die AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA gerade intensiv und hofft, dass dadurch die Kollegen und Kolleginnen eigenständig ihre zuständigen Ansprechpartner weltweit suchen und finden können.

Heute sind von rund 750 Mitarbeitern ca. 500 online, diskutieren mit, stellen Fragen, tauschen sich aus. Manche mehr, manche weniger. Für Stefano La Croce ist es eine Kulturfrage, dass man auch in der Involvierung und Beteiligung Verschiedenheiten zulässt: „Das ist gut so. Wir sind nicht alle gleich. Davon lebt das Netzwerk, dass jeder frei ist zu entscheiden, wann und wie er sich einbringt.“ Weil es auch davon lebt, dass die Kommunikationsplattformen möglichst eng zusammenspielen, ist der Blick von David Bachmann bereits in die Zukunft gerichtet, „in der wir die Kommentarfunktion, von der Yammer lebt, fusionieren mit unserer Dokumentenablage auf SharePoint. Das wird unseren internen Kommunikationsprozess noch einmal beflügeln!“

Mehr darüber, wie die Aussenwirtschaft Austria Yammer nutzt, was es mit dem “Kompetenzprofil” auf sich hat, erfahren Sie hier:

DE: https://www.youtube.com/watch?v=IPOHWQ5nNOo
EN  https://www.youtube.com/watch?v=s3S9x9tEMi8 (Subtitles)

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