Wie man die ersten 90 Tage im neuen Job erfolgreich meistert. #2 Yammern statt Jammern

Wie man die ersten 90 Tage im neuen Job erfolgreich meistert. #2 Yammern statt Jammern

erstellt von Marina+Egger am 5. Juni 2015 14:04

Ich bin überrascht! Laut Offizieller Quelle (dict.cc) wird „to yammer“ tatsächlich mit dem deutschen „jammern“ übersetzt. Seit 01. April 2015 bin ich Teil der Marketing Organisation in Österreich und im österreichischen Office-Marketing-Team verantwortlich für „Enterprise Productivity“. Heute möchte ich über meine Erfahrungen mit Yammer im täglichen Einsatz schreiben.

Ich hatte auch schon ein Microsoft-Leben, vor meiner Marketingrolle. Die letzten 3 Jahre war ich im Partnervertrieb. Damals war Yammer gerade ganz neu. Ich dachte, das ist DAS Tool für mich und meine Partner, um sich untereinander auszutauschen, voneinander zu lernen und das Netzwerk „transparenter“ zu machen. Mit etwas Überzeugung, konnte ich innerhalb von 2 Tagen stolze 40 Mitglieder zu meinem externen Partner Netzwerk zählen. Yeah! Leider war die Kommunikation danach eher einseitig:

Is there anybody out there?

Ich habe gepostet, meine Vertriebspartner nicht. Nach mehreren Aufrufen (in der realen Welt), musste ich mir eingestehen, das funktioniert so nicht. Meine Partner wollten nichts untereinander teilen und austauschen möchten sie sich maximal mit mir. Am Telefon.

Welche Vorteile Yammer tatsächlich in der Zusammenarbeit bringt und wie es effektiv in einem Unternehmen genutzt werden kann, lerne ich jetzt in meiner neuen Rolle am Beispiel „Knowledge Transfer & Sharing“.

Aktuell ist es eine Herausforderung, die Flut an Informationen, die ich täglich erhalte zu sortieren und für mich zu priorisieren. Was ist wichtig, was ist nicht wichtig und oft erhalte ich Anfragen auf die ich geistig mit: „Ich soll bitte Was machen?“ und „Wo steht denn das jetzt wieder?“ antworte. Meine direkten Kollegen sind selbst mit der Vielzahl an Informationen überfordert. Meist gibt es pro Thema nur eine Person, die das in der Niederlassung beantworten kann, oder besser gesagt, soll… Bad Luck!

Zusätzlich realisiere ich, dass es  nicht mehr zu 100% möglich ist, ständig auf dem aktuellen Stand zu bleiben. Zumindest nicht mit meinen gewohnten Tools. Velleicht gibt es irgendwo jemanden, der eine ähnliche Anfrage oder Problem wie ich hätte, das problem ist nur “Wer und Wo?”

Kein Grund zu “jammern”, sondern ein Grund zu “yammern”.

Zu Beginn war ich zögerlich. Bislang waren meine Erfahrungen mit Yammer, wie oben beschrieben, einseitig. In meiner ersten Woche, habe ich von Sales eine Anfrage zu einem neuen Service erhalten. Die Anfrage war für mich als „Newbie“ alleine aufgrund der vielen technischen Begriffe schon schwierig zu verstehen. Ich probierte also die internationale Yammer Ankündigungs Gruppe aus, und postete die Frage meines Kollegen dort. Die Antwort auf meine Frage war innerhalb eines Tages verfügbar. Cool, das hatte mir Zeit gespart und ich habe selbst auch etwas dabei gelernt.

„Sie haben alle Nachrichten lesen!“ (Das ist kein Rechtschreibfehler von mir!)
Ein weiteres Beispiel aus meinen letzten  Wochen, betraf lustiger weise die Yammer Produktentwicklung an sich. Einer unserer Yammer Kunden testete Yammer am iPhone. Er machte uns darauf aufmerksam, dass die Übersetzung von „You’ve read all your messages“ in der deutschen App etwas holprig ist: „Sie haben alle Nachrichten lesen!“. Peinlich. Das Problem könnte ich niemals lokal lösen. Irgendwie musste das an den richtigen Verteiler adressiert werden: die Entwicklergruppe von Yammer.

Das funktionierte überraschenderweise auch sehr einfach, indem ich „Yammer Developer“ bei uns in der Netzwerksuche eingab – kurz quercheckt mit dem Orgchart und schon wusste ich, dass ich richtig war. Das Posting in der vermeintlich richtigen Gruppe habe ich kurz darauf abgesetzt, der Fehler sollte hoffentlich mittlerweile behoben sein.

Österreich vs. Deutschland Noch ein weiteres Beispiel?  Während wir in Österreich die Aufgaben im Office Team zu dritt erledigen, ist das deutsche Team mit mehr Ressourcen aufgestellt. Ich selbst kann leider noch nicht immer priorisieren, welche Meldungen wichtig oder unwichtig sind. Aber wenn es die deutschen Kollegen innerhalb ihrer Gruppe posten und es häufig gelesen oder angeklickt wird, dann weiß ich, es wird nicht ganz falsch sein, die Info auch in Österreich zu verteilen. Außerdem ist es so kinderleicht, festzustellen, wer in Deutschland, der Schweiz oder einem anderen Land an den selben Themen arbeitet wie ich.

Meine Learnings kurz zusammengefasst:

  • Für Yammer muss man offen sein und Interesse daran haben, Informationen mit anderen zu teilen (Geben & Nehmen)
  • Man muss für sich aktiv entscheiden, was man lesen möchte, und was nicht: Es gibt Tonnen von Informationen, und es liegt an einem selbst wie man diese verwendet. Ich habe in den letzten Wochen, mehr Yammer Gruppen hinzugefügt als in den letzten 3 Jahren. Gleichzeitig aber auch jene Gruppen aussortiert, die mir täglich die Inbox zu-spamen.
  • Man sollte Yammer ausprobieren, bevor man ein Urteil fällen darf und mindestens 1 Like auf ein Posting erhalten haben …
  • Yammer ist für mich ein perfektes Zusatzinstrumen – zu meinen herkömmlichen Tools, aber es ersetzt manche anderen (Handy, Skype) trotzdem nicht.

PS: Nachdem Jammern in Österreich eine große Tradition hat, sehe ich der Zukunft von Yammer mehr als positiv entgegen.

Wünsche ein schönes Wochendende & hier findet man mehr zu Yammer:

 

Evolving Yammer for a new era of Teamwork:

https://blogs.office.com/2015/04/16/evolving-yammer-for-a-new-era-of-teamwork/

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